Dezember 2012

Vertriebskopf wird vom Landgericht Freiburg verurteilt!

Landgericht Freiburg

Slogan; Risikoschutz vom Vermögensaufbau trennen

Während der Vertriebschef mit dem oben genannten Slogan „Risikoschutz vom Vermögensaufbau trennen“ in seinen neuen Aktivitäten wirbt, wird er weiterhin ständig auf Betreiben der Kanzlei Hogrefe zu Schadensersatz verurteilt.Aktuell durch das Landgericht Freiburg am 14.12.2012. Das Landgericht führt hier in den Entscheidungsgründen zutreffend aus:

„Der Beklagte hat die Klägerin in einer gegen die guten Sitten verstoßenden Weise zumindest bedingt vorsätzlich geschädigt, in dem er die von ihm inhaltlich zu verantwortenden Schulungen der Anlagevermittler veranlasste und dadurch eine möglichst hohe Zahl an für ihn persönlich profitablen Vertragsabschlüssen zu erreichen. Dabei hat der Vertriebskopf eine Schädigung der gewonnenen Anleger und damit auch der Klägerin aus eigennützigen Motiven, nämlich aus bloßem Gewinnstreben, in sittlich anstößiger Weise billigend in Kauf genommen.“

Eleganter lassen sich die realisierten Tatbestandsmerkmale der vorsätzlich sittenwidrigen Schädigung des Beklagten im Sinne des § 826 BGB kaum zusammenfassen. Interessanterweise hat das Gericht auch dem zusätzlichen Feststellungsbegehren der Klägerin auf Betreiben der Kanzlei Hogrefe entsprochen, der Beklagte aus einer vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung zu Schadensersatz verpflichtet ist. Dieser Zusatzantrag, dem das Gericht entsprochen hat, sichert die Klägerin gegen den Verlust der Forderung im Falle einer Insolvenz des Beklagten ab. Man stelle sich nur einmal vor, der Beklagte könnte sämtliche Schadensersatzklagen mit einerPrivatinsolvenz, die in der Regel 6 Jahre dauert, abschütteln. Das aber vermeidet dieser Feststellungsantrag.

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