Multi Advisor Fund I GbR  –  Turgut

Michael Turgut – zu Schadensersatz verurteilt

Im Internet wirbt er mit „Risikoschutz vom Vermögensaufbau trennen“
Michael Turgut vermittelte mit seinem Vertrieb Futura Finanz Vermögensanlagen an
der Frankonia Sachwert AG in vorsätzlich sittenwidriger Schädigungsabsicht und ist zu
Schadensersatz verurteilt.

Während Michael Turgut mit dem oben genannten Slogan „Risikoschutz vom
Vermögensaufbau trennen“ in seinen neuen Aktivitäten wirbt, wird er weiterhin ständig
auf Betreiben der Kanzlei Hogrefe zu Schadensersatz verurteilt. Aktuell durch das
Landgericht Freiburg am 14.12.2012. Das Landgericht führt hier in den
Entscheidungsgründen zutreffend aus:

„Der Beklagte hat die Klägerin in einer gegen die guten Sitten verstoßenden
Weise zumindest bedingt vorsätzlich geschädigt, in dem er die von ihm inhaltlich
zu verantwortenden Schulungen der Anlagevermittler veranlasste und dadurch
eine möglichst hohe Zahl an für ihn persönlich profitablen Vertragsabschlüssen
zu erreichen. Dabei hat er eine Schädigung der gewonnenen Anleger und damit
auch der Klägerin aus eigennützigen Motiven, nämlich aus bloßem
Gewinnstreben, in sittlich anstößiger Weise billigend in Kauf genommen.“

Eleganter lassen sich die realisierten Tatbestandsmerkmale der vorsätzlich
sittenwidrigen Schädigung im Sinne des § 826 BGB kaum zusammenfassen.
Interessanterweise hat das Gericht auch dem zusätzlichen Feststellungsbegehren der
Klägerin auf Betreiben der Kanzlei Hogrefe entsprochen, dass Herr Turgut aus einer
vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung zu Schadensersatz verpflichtet ist. Dieser
Zusatzantrag, dem das Gericht entsprochen hat, sichert die Klägerin gegen den Verlust
der Forderung im Falle einer Insolvenz des Herrn Turgut ab. Man stelle sich nur einmal
vor, Herr Turgut könnte sämtliche Schadensersatzklagen mit einer Privatinsolvenz, die
in der Regel 6 Jahre dauert, abschütteln. Das aber vermeidet dieser Feststellungsantrag.

Eine Pressemitteilung des Internetportals gibt Anlass zu folgender Richtigstellung.

Rechtsanwalt Werner Hogrefe hatte den Prospekt des Multi Advisor Fund I GbR vor Beginn der Emission geprüft und in einer ersten internen Informationsveranstaltung vor Direktoren des Vertriebs des Herrn Turgut im Auftrag eines Schulungs-unternehmens auf die hohen Kosten hingewiesen.

Nach der Informationsveranstaltung waren die Direktoren des Vertriebs des Herrn Turgut darüber nicht sehr glücklich.

Der Unterzeichner wurde gefragt, ob er die Darstellungen der Kosten weglassen könnte, um den Vermittlern, die dann über den Prospekt informiert werden sollten, ein besseres Bauchgefühl zu geben.

Wegen der kostenbedingten Chancenlosigkeit des Anlagekonzepts für potenzielle Anleger lehnte der Unterzeichner es ab, die Erläuterung des Prospekts für den Vertrieb zu übernehmen.

Auf der Veranstaltung wurde dem Unterzeichner die Folie, die über die erheblichen Kosten des Multi Advisor Funds I GbR aufklärte, entwendet…

Nach dieser Veranstaltung verließen einige Direktoren mit ihren Vermittlern den Vertrieb des Herrn Turgut endgültig.

Nur die „treuen Vermittler“ störten sich nicht an den hohen Kosten und blieben im Vertrieb und sagen heute als Zeugen aus. Diese sind Herrn Turgut wohl auch als Zeugen treu.

Schade nur, dass Vermittler die aufgrund der hohen Kosten gegangen sind, nicht als Zeugen benannt sind.

Ob angesichts dieser Tatsachen Herrn Turgut eine nicht genehmigte und wie auch immer zustande gekommene Audiodatei in seinem Strafprozess wirklich weiterhilft, bleibt fraglich.

Schließlich übernahm doch ein treuer Mitarbeiter des Bankhauses Reithinger, der sich dafür nicht zu schade war, die Erläuterung des Emissionsprospektes für den Vertrieb des Herrn Turgut während der gesamten Emissionsphase von 2-3 Jahren.

Er hat sogar Einzelanfragen von Vermittlern über die angebliche Rentabilität des Fonds schriftlich positiv beantwortet, damit dies so Anleger weiter gegeben wird. Diese Unterlagen sind der Kanzlei Hogrefe zugeleitet worden.

Warum hat Herr Turgut nicht ihn als seinen Zeugen benannt?

April 2015

Multi Advisor Fund – zahlen ausscheidende Anleger doppelte Emissionskosten?

Gesellschafterbeschlüsse der Multi Advisor Fund I GbR im Wege der schriftlichen Abstimmung

Wenn die Anleger der Multi Advisor Fund I GbR den Beschlüssen zustimmen bedeutet dies Folgendes:

  1. Erster Nachteil für die Anleger der Multi Advisor Fund I GbR

Sie zahlen nicht nur beim Eintritt Emissionskosten auf Ihre Zeichnungssumme in Höhe von ca. 20 % sondern nochmals 20 % bei Ihrem angeblich selbst verschuldeten Austritt. Wer also aus der Gesellschaft austreten will, wird doppelt zur Kasse gebeten.

  1. Zweiter Nachteil 

Die Anwaltskosten, die angeblich wegen der austrittswilligen Gesellschafter von der Multi Advisor Fund I GbR

Entstehen, sollen von der Gesellschaft (nochmals?) getragen werden.

Bisher unerklärt bleibt der Umstand, dass nach bisherigen Erfahrungen der Kanzlei Hogrefe diese Kosten der Multi Advisor Fund I GbR regelmäßig im Rahmen der durch Vergleich beendeten Fälle bereits von den betroffenen Anlegern zu 97 bis 99 % getragen werden. Da stellt sich die Frage, warum sollen diese Kosten die in 2011 843.012,50 € und im Jahre 2012 in Höhe von 398.076,95 € entstanden sein sollen, dann nochmals von dem Multi Advisor Fund I GbR und damit von den Gesellschaftern getragen werden? Wessen Interessen dient dieser Beschlussvorschlag?

  1. Dritter Nachteil 

Der Gesellschaftszweck ist offensichtlich nicht mehr erreichbar

Entlastung der Geschäftsführung bedeutet, dass die ungeklärten o.g. Sachverhalte und sonstigen bisher nicht genügend erläuterten Geldausgaben gut geheißen werden.

Hier sollten die Multi Advisor Fund iGbR Anleger von ihren Informationsrechten dahin Gebrauch machen zu fragen, wie die Geschäftsführung denn gedenkt, die Zwecke der Gesellschaft laut Gesellschaftsvertrag angesichts der negativen Ergebnisse zu erreichen? Und wie sich bisherige Ausgaben der Geschäftsführung mit dem Gesellschaftszweck, dem Ziel der Gesellschaft, Kapital zu erhalten und auch noch Rendite zu erzielen mit dem Gesellschaftszweck decken?

  1.  Vierter Nachteil für die Anleger der Multi Advisor Fund I GbR

Was sind die aktuellen Ziele des der Multi Advisor Fund I GbR

Was ist der aktuelle Zweck der Gesellschaft und in wie weit weicht dieser vom ursprünglichen Gesellschaftszweck ab und gibt es dazu eine gesellschaftsrechtliche Regelung? Wem dienen die aktuellen Ziele des der Multi Advisor Fund I GbR?

Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, kann über eine Entlastung nachgedacht werden.

Dies sind nur kurz gefasste Bedenken, gegen die vorgeschlagenen Beschlüsse.

Sollten Sie an weiteren Überlegungen interessiert sein, setzen Sie sich mit Ihrem Anwalt oder der Kanzlei Hogrefe telefonisch oder per E-mail in Verbindung.

Wir vertreten Ihre Interessen in allen Fragen zu Ihrer Beteiligung am Multi Advisor Fund I GbR.

Januar 2014

Multi Advisor Fund kündigt Verträge:

Der Multi Advisor Fund geht durch seine Geschäftsführung zunehmend dazu über, Anleger zu kündigen mit der Begründung, dass die Raten über einen Zeitraum von fünf Monaten nicht bezahlt wurden. Das geschieht kurioserweise auch dann, wenn Kunden gar keinen Ratenvertrag abgeschlossen hatten, sondern lediglich eine Einmaleinlage oft in fünfstelliger Größenordnung eingezahlt hatten und vergeblich darauf hofften, diese einmal mit Gewinn zurückbezahlt zu bekommen.

Ziel dieser Maßnahme ist es offenbar, nachdem zwei Geschäftsführungsgesellschaften mittlerweiler Insolvenz angemeldet haben und der Fond durch Prozesse der Geschäftsleitung gegen Anleger auf Zahlung der Einlagebeiträge über Jahre geführt wurden, nunmehr weitere Gelder durch Geltendmachung eines negativen Auseinandersetzungsguthabens zu beanspruchen. Hier sollen die Anleger voraussichtlich nicht nur wegen Zahlung der Beiträge, sondern auch wegen eines negativen Auseinandersetzungsguthabens notfalls durch Klage zur Kasse gebeten werden. Die Besonderheit besteht darin, dass das Auseinandersetzungsguthaben negativ ist und die Anleger als BGB-Gesellschafter hier mit ihrem Vermögen unbegrenzt haften. Das gilt aber nur dann, wenn feststeht, dass überhaupt ein Beteiligungsverhältnis zustande gekommen ist. Nachdem das Finanzamt gegenüber dem Fond und den Anlegern mittlerweile die fehlende Gewinnerzielungsabsicht bescheinigt hat, ist auch die zur Erreichung des Gesellschaftszwecks erforderliche Investitionsabsicht der Gesellschaft fraglich. Auch hierzu hat das OLG München bereits entschieden und festgestellt, dass es zumindest an einer Gewinnerzielungsabsicht in dem konkreten Fall fehlte. Das führte zur Nichtigkeitserklärung des Gesellschaftsvertrages mit der Folge, dass der Anleger seine Einlage vollständig zurückerhielt und keine weiteren Beiträge mehr zahlen musste.

Sollen Sie hierzu Fragen haben, ist die Kanzlei Hogrefe gerne bereit, anhand vorgelegter Zeichnungsunterlagen die Sach- und Rechtslage zu prüfen und eine Einschätzung über die Erfolgsaussichten abzugeben.

Januar 2014

Multi Advisor Fund – Kein Steuersparmodell –

Das Finanzamt geht dazu über, aus der Beteiligung der Anleger am Multi Advisor Fund GbR eine „Liebhaberei“ zu machen. Im Ergebnis wird damit bestätigt, was das OLG München unlängst in einem Urteil festgestellt hat, dass die Beteiligung mangels Investitionsabsicht sittenwidrig und der Gesellschaftsvertrag von Anfang an nichtig ist. Das Finanzamt kommt aufgrund einfacher Überlegungen zu dem Ergebnis, nachdem es sich das zunehmend stagnierende Treiben des Multi Advisor Funds über mehrere Jahre angesehen hat, und hat zum Nachteil der Anleger die richtigen Schlüsse gezogen. Die Aktivitäten des Multi Advisor Funds GbR, insbesondere der Organe, von denen zwei geschäftsführende Gesellschaften mittlerweile Insolvenz angemeldet haben, ist zu dürftig, um einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb, der ernsthaft mit Gewinnerzielungsabsicht investiert, zu repräsentieren. Kurz gesagt, die Investitionen des Multi Advisor Funds werden vom Finanzamt genauso ergebnislos eingestuft, wie vom OLG München. Es fehlt an der für die steuerliche Anerkennung erforderliche „Gewinnerzielungsabsicht“.

Nun kann man darüber philosophieren, ob die Gewinnerzielungsabsicht mit der Absicht zu investieren identisch ist oder die fehlende Gewinnerzielungsabsicht, die offiziell vom Finanzamt festgestellt wurde, ein weiteres unwiderlegbare Indiz dafür ist, dass nie Investitionsabsicht vorhanden war, wie es das OLG München festgestellt hat.

Im Ergebnis ist das für die Anleger schmerzlich. Ungeachtet dessen ist es aber höchste Zeit – wenn man es noch nicht getan hat – sich von diesem Moloch zu trennen. Was diese Gesellschaft am Leben hielt und hält, sind die Prozesse, die sie gegen die Anleger auf Zahlung der Beiträge führt.

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